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Lesereise – eine Zwischenbilanz

21. November 2010 von mgerschwitz

in den letzten 14 Tagen hatte ich die ersten fünf Veranstaltungen mit meinem Buch »Endlich mal was Positives«, über die ich kurz berichten möchte. Erster Eindruck: Sie hätten unterschiedlicher nicht sein können.

Die Podiumsdiskussion am 8.11. in Berlin war inhaltlich klasse, aber leider schlecht besucht. Man mag darüber räsonieren, ob ein »mehr« an Werbung geholfen hätte … Tatsache ist und bleibt, dass das Thema »HIV und AIDS« erst dann in den Fokus des Interesses rückt, wenn es schon zu spät ist: nach der Infektion, nach dem Testergebnis. Trotzdem bin ich zufrieden, denn es hat sich gezeigt, dass ich mit meinem Buch einen Beitrag zur Diskussion geschaffen habe.

Die Lesung in Frankfurt am 9.11. war rundherum klasse. Etwa 50 Gäste zwischen Anfang 20 und Ende 70, die ein großes Diskussionspotenzial mitgebracht hatten, so dass die Mischung aus Lesung (zuerst) und Gespräche (danach) ganz viel Inhalt transportieren konnte.

Bremen am 16.11. war mit 12 Besuchern auch nur wieder recht schwach besetzt – aber auch hier zeigte sich anhand der Gespräche im Nachgang, dass man bei einem solchen Thema nicht quantitativ denken darf.

Oldenburg am 17.11. war ein Testballon. Eine Freundin hatte die Lesung in einem Café organisiert, in dem es zuvor noch nie eine Lesung gegeben hatte. Dazu war an dem Abend ein Fußball-Länderspiel. So waren nur zehn Gäste anwesend, aber auch hier »outete« sich eine Besucherin nach der Lesung mit einer hochspannenden eigenen Geschichte, über die wir noch lange diskutieren konnten.

Salzburg am 18.11. – meine erste »internationale« Lesung – war völlig anders als alle anderen Lesungen zuvor. Sie fand im Literaturhaus Salzburg, einem zauberhaften kleinen Gebäude aus dem Jahre 1600 statt, ein Ort, an dem schon die größten Namen der deutschsprachigen Literaturszene gewesen sind. Hier fanden sich etwa 20 Gäste ein, die so gebannt waren, dass sie sich während der Lesung mucksmäuschenstill verhielten – auch an den Stellen, an denen anderswo gelacht wird. Da ich zum ersten Mal auf einer echten Bühne saß, von Strahlern beschienen und mit dunklem Zuschauerraum, wusste ich eine Zeit lang gar nicht, ob die Zuschauer vielleicht schon gegangen waren … Waren sie aber nicht, wie der Applaus am Ende und die beendruckte Reaktion im Nachgang zeigten.

Quintessenz: Viele neue Bekanntschaften, Gelegenheit für zwei Radio- und ein Telefon-Interview sowie erfolgreicher Bücherverkauf. Alles in allem war es eine spannende Erfahrung. Fotos folgen!

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MATTHIAS GERSCHWITZ

Botschafter Welt-AIDS-Tag

Endlich mal was Positives - Cover
Rote Schleife

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